Alexander Schneider, Altus
Matthias Spaeter, Laute
Erleben Sie die barocke Liebe in ihrer intimsten Form und werden Sie Zeuge einer musikalisch meisterhaft erzählten Sehnsucht, die nicht gestillt wird und gerade dadurch leuchtet. Amor tritt auf, zielt und trifft – ein Pfeil genügt!
Alexander Schneider wurde in Frankenberg (Sachsen) geboren. Er war Mitglied des Dresdner Kreuzchores, bevor er bei Peter Herrmann an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin Gesang studierte. 2004 schloss er sein Studium in Gesang und Pädagogik ab. Meisterkurse bei David Cordier, Jeffrey Gall und Peter Kooij ergänzten seine Ausbildung. 2002 wurde er beim Wettbewerb »Musica Antiqua« in Brügge ausgezeichnet. Als Countertenor arbeitet er mit renommierten Ensembles wie Cantus Cölln, Concerto Palatino, Pygmalion, Collegium 1704, Collegium Vocale Gent, Akademie für Alte Musik Berlin, Ricercar Consort, Vox Luminis, Musica Fiata Köln, Amarcord und der Rheinischen Kantorei. Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Raphaël Pichon, Václav Luks, René Jacobs, Ludger Rémy, Howard Arman, Hermann Max, Joshua Rifkin, Philippe Pierlot, Martin Haselböck, Marcus Creed, Hans-Christoph Rademann und Konrad Junghänel. Zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit. Als Opernsänger war er u. a. am Theater Heidelberg, an der Oper Leipzig, am Goethe-Theater Bad Lauchstädt, am Schlosstheater Potsdam und am Theater Gera zu erleben. Am Luzerner Theater sang er die Rolle des Oberon in Brittens »A Midsummer Night’s Dream«; in der internationalen Produktion von Daniel Schnyders Jazzoper »Casanova« verkörperte er »Mozart« in Gstaad und New York City. Als Gründer des Solistenkollektivs Ensemble Polyharmonique realisiert er Projekte mit Vokalmusik der Spätrenaissance und des Barocks in Konzerten, CD-Aufnahmen sowie Film- und Videoproduktionen. Seit 2024 ist er zudem Dramaturg der Rheinischen Kantorei unter der Leitung von Edzard Burchards. Zunehmend widmet sich Alexander Schneider auch der Leitung größerer oratorischer Werke, darunter Monteverdis »Marienvesper«, Händels »Messiah« und Bachs h-Moll-Messe. Seit 2014 lebt er in Belgien. Er leitet den Chor Amicantus aus Heusden-Zolder und hat ab 2025 die Leitung des Chores Florilegium aus Leuven übernommen. Zudem unterrichtet er Gesang an der Musikakademie von Beringen und gibt sein Wissen in Kursen und Meisterklassen weiter.
Matthias Spaeter wurde 1957 in Genf geboren, wo er ab seinem sechsten Lebensjahr Gitarrenunterricht erhielt, bevor er in das Konservatorium für Musik in Genf eintrat. Seine komplette musikalische Ausbildung schloss er 1977 am Musikkonservatorium in Fribourg (Schweiz) ab, wo er über dreißig Jahre lang Gitarre unterrichtete. Parallel dazu beschäftigte er sich im Selbststudium mit den verschiedenen Instrumenten aus der Familie der Laute. Als Lautenist und Gitarrist, sowohl als Solist als auch in zahlreichen Ensembles, pflegt er ein Repertoire, das von der frühen Renaissance bis zu zeitgenössischen Kreationen reicht. Seine intensive internationale Tätigkeit, nunmehr hauptsächlich als Lautenist, führt dazu, dass er regelmäßig mit anerkannten Musikern bei Opern- und Oratorienproduktionen, Kammermusik und Aufnahmen zusammenarbeitet.
Schloss Lauterbach ist ein im Kern barockes Herrenhaus und entstand um 1700 für die Familie von Kirchbach. 1735 kaufte Leopold von Palm Schloss und Rittergut. 1729 in den Reichsfreiherrenstand erhoben, war Palm besonders durch seine Dienste für das Wiener Kaiserhaus zu Vermögen und Ansehen gelangt. Im prächtig ausgestalteten Gartensaal ließ Palm dann auch die Staatsporträts Maria Theresias und Franz von Habsburg-Lothringens anbringen. Die jetzige Fassade des Schlosses entstand 1895, als auch dieses Schloss bei Umbauten mit neuzeitlichem Komfort versehen wurde. 1945 wurde Schloss Lauterbach geplündert, später als Lehrlingswohnheim und Schule genutzt. Jetzt sanieren ein Förderverein und die Gemeinde Ebersbach das Schloss samt Parkanlage.
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